• Feierliche Eröffnung des Innovationslabors

    Am 1. März 2011 war es endlich soweit. Das Innovationslabor Bergisches Land wurde offiziell eröffnet. Über 100 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Medien waren interessierte Besucher dieses Events. Herr Dirk Sachsenröder, der als einer der ersten Unternehmer das Innovationslabor aktiv nutzt und auch Initiator ist, führte das Publikum durch das Labor und stellte seine neue Testmaschine vor. Anschließend wurde die Veranstaltung bei der IHK mit interessanten Beiträgen und Reden fortgesetzt. mehr...

  • Aktuelle Presse

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Idee und Ziel

Das INNOVATIONSLABOR bietet Unternehmen einen Ort des Experimentierens an und will als Plattform für eine nachhaltige Entwicklung wirken; Unternehmen, die im INNOVATIONSLABOR zusammenkommen, können untereinander und auch mit der Bergischen Universität Wuppertal eine Zusammenarbeit anstreben. Vorteile für beide Seiten bestehen dann insbesondere in neuen Produkten, in einer Verlängerung der Wertschöpfungskette und damit in der Öffnung erweiterter und neuer Geschäftsfelder. Gemeinsame Produktentwicklung setzt eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und eine faire Aufteilung der Aufgaben voraus. Der Zugewinn an Kompetenz, an verbesserter Qualität der Produkte und Dienstleistungen, die Beschleunigung der Bearbeitung der Entwicklungsaufgaben, eine gemeinsame Kundenbearbeitung, gemeinsame Messebesuche und letztlich auch geringere Entwicklungskosten sind weitere Ergebnisse, die bestehende Netzwerke bisher schon als positive Erfahrung aufweisen können.

Eine Zusammenarbeit mittelständischer Unternehmen der Bergischen Region mit der Bergischen Universität Wuppertal ist beidseitig mit verschiedenen Erwartungen verbunden. Seitens der Industrie wird eine fachkompetente Unterstützung bei ausgewählten Fragestellungen gewünscht, die beispielsweise im Rahmen von Abschluss- oder Studienarbeiten in direkter Zusammenarbeit mit dem Unternehmen durchgeführt werden. Es gibt viele gute Beispiele von Diplom- und Studienarbeiten, von Abschlussarbeiten von Bachelor- und Masterstudierenden, die bisher und auch weiterhin auf der Basis derartiger Kontakte mit großem Erfolg bearbeitet wurden und werden. Seitens der Hochschule ist die Zusammenarbeit mit der Industrie ebenfalls gewünscht, da sich daraus viele gute Anregungen für eine praxisorientierte Ausbildung sowie für praxisrelevante Forschung ergeben. Die Universität kann den Unternehmen bei der Erstellung von Anträgen zur Förderung mit öffentlichen Fördermitteln behilflich sein und sie bei der Durchführung der Förderprojekte mit wissenschaftlichen Methoden unterstützen.

Ein wichtiger Grund einer solchen Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft besteht darin, dass ein von der Industrie vorgegebenes Thema gründlich und zusammenhängend in überschaubarer Zeit bearbeitet wird. Wenn die Entwicklungsarbeiten besonderer Einrichtungen im Labor und Technikumsmaßstab oder einer intensiveren wissenschaftlichen Begleitung bedürfen, ist eine Bearbeitung nicht mehr ohne weiteres unter betrieblichen Bedingungen möglich. Bisher werden solche Untersuchungen dann als einzelne Vorhaben in Hochschuleinrichtungen (Labore, Technika) durchgeführt, für die die Industrie der Hochschuleinrichtung entsprechende Aufträge erteilt. Wünschenswert ist aber eine dauerhafte, vertrauensvolle Zusammenarbeit der Unternehmen untereinander und mit der Universität. Die Vorteile sind: Konkrete Ansprechpartner und Problembearbeitung auf kurzem Wege, Kontinuierlicher Erfahrungsaustausch, zielorientierte Abstimmung des technischen Equipments, Folgeprojekte mit hohem Profit für alle Seiten, frühzeitiges Kennenlernen zukünftiger Mitarbeiter.

Ziel des in 2008 eingerichteten INNOVATIONSLABORS ist es, bestimmte Vorhaben unterschiedlicher Unternehmen in einem geeigneten Labor durchzuführen. Ein Kontakt der Unternehmen untereinander beispielsweise in einem Firmen-NETZWERK ist durchaus erwünscht. Eine vertrauliche Bearbeitung der Aufgaben und Behandlung der Ergebnisse ist dabei selbstverständlich. Es geht darum, durch den Kontakt zu einem Gedankenaustausch und darauf aufbauend zu gemeinsamen Innovationen zu kommen. Hierbei soll die Zusammenarbeit der Unternehmen mit Wissenschaftlern und (studentischen) Mitarbeitern der Hochschule gegenseitig fördernd wirken. Soweit Ziele und Ergebnisse „frei gegeben“ werden, sollen im Rahmen von allen am INNOVATIONSLABOR Beteiligten durch Vorträge in gemeinsamen Seminaren und über Poster Informationen und andere Formen der Kommunikation ausgetauscht werden, die insbesondere dem Kennenlernen und der Förderung von Firmen NETZWERKEN dienen. Neue Produktideen durch neue Partnerschaften und gegenseitige Beeinflussung und Unterstützung sowohl der Unternehmen untereinander als auch mit der und durch die Hochschule bilden dadurch eine Plattform für Firmen-NETZWERKE mit Zukunft, auf der später vielleicht auch unterschiedliche Branchen zusammengeführt werden. Die Bergische Universität bietet für individuelle Aufgaben und Kontakte viele Möglichkeiten an. Die Fachgebiete des Maschinenbaus, der Elektrotechnik, des Industriedesigns, der Sicherheitstechnik, der Informatik, der Analytischen Chemie und anderer natur- und ingenieurwissenschaftlichen Bereiche sowie der künstlerisch-kreativen Disziplinen und der Volks- und Betriebswirtschaft weisen hohe technische und personelle Kompetenz auf. Zusammenarbeit mit der Industrie hat in diesen Bereichen eine langjährige Tradition und soll nun verstärkt für die Unternehmen der Region genutzt werden. Die Akquisition von Fördermitteln, die Erstellung von Förderanträgen und auch die Durchführung oder wissenschaftliche Begleitung von industriellen Forschungsvorhaben gehören zum gerne geleisteten Angebot der Bergischen Universität. Die Erfolge auf diesem Gebiet führen oft zu langjährigen Partnerschaften und für beide Seiten zu vielfältigen Win-win-Situationen. Denn längerfristig entsteht eine Zusammenarbeit, bei der jeder Partner sein Bestes gibt. Die Unternehmen erhalten einen Zugang zu den Absolventen der Universität, beispielsweise bei der Durchführung einer Abschlussarbeit (Bachelor- oder Master-Thesis) im Unternehmen. So können auch potenzielle Mitarbeiter gewonnen werden.